Advent, Advent – am Meer einfach anders…

Schon am Weg von Wien nach Izola beschlossen wir, einen kleinen Zwischenstopp in Ljubljana zu machen. Der Weihnachtsmarkt dort ist bekannt als einer der schönsten in ganz Europa und auch wir sind schnell verzaubert als wir durch das Stadtzentrum entlang des Flusses „Ljubljanica“ spazieren. Hübsche Holzhüttchen mit Kunsthandwerk und Leckereien wie Kaiserschmarrn und Punsch zu sehr erschwinglichen Preisen präsentieren sich im Schein unzähliger kleiner Lämpchen der harmonisch abgestimmten Weihnachtsbeleuchtung. Zwischen den vielen Ständchen finden wir eine riesige und wunderschöne Grippe mit Figuren und Tieren die aus Stroh gebunden sind. Wir bummeln die Ljubljanica entlang und gustieren an den Ständen bevor wir wieder ins Auto steigen und noch rund eine Stunde weiter nach Izola fahren. 

Schon kurz nach dem Ortsschild bemerkt man, dass auch hier die Weihnachtswichtel bereits fleißig waren und den Kreisverkehr, die Straßenlaternen, den Park und die Promenade weihnachtlich geschmückt haben. Stimmig in blau und weiß gehalten leuchten uns etliche Lichtlein entgegen, ein kleiner Glühweinstand mit Bratkartoffeln und maritim beleuchtete Meerestiere im Park neben dem Pavillon schaffen eine fabelhafte Atmosphäre, während Musik aus dem Lautsprecher tönt und Kinder fröhlich umher toben und deren Eltern wohl den ein oder anderen Weihnachtswunsch am Parkbänkchen mit lieben Freunden austauschen. 

Als unsere Gäste an Bord des bereits wohlig warm eingeheizten Gaffelschoners kommen, empfangen wir sie mit Weihnachtsmusik und Keksen, eine kleine Jause ist immer gut, um die Reise beginnen zu lassen und Erwartungen und Möglichkeiten abzusprechen und so entscheiden wir uns gemeinsam, am nächsten Tag nach Triest zu segeln. 

Bei traumhaften Wetter und leichtem Wind ließen sich Christiana und Werner, die vor zwei Jahren mit Olaf am Folkeboot Wiki unterwegs waren, danach den Segelschein bei uns gemacht haben und diesen Sommer auch schon selbst fleißig am Meer als Skipper unterwegs waren den Gaffelschoner erklären. Geschickt an den Leinen und voller Tatendrang und Neugierde probierten sie sich gleich am Segel setzen aus und so setzten wir gemeinsam alle Segel, inklusive Toppsegel und Fischerman und segelten bei rund 15 Grad und Sonnenschein nach Triest in die Marina San Giusto. Eine warme Suppe an Deck verkürzte die Zeit bis zum Hafen, in dem uns das bereits köchelnde und duftende Gulasch unter Deck den Hunger stillte. Bei Einbrechen der Dunkelheit spazierten wir zum Platz der Einheit, der wunderschön geschmückt mit etlichen beleuchteten Weihnachtsbäumen war. Ein magischer Ort, der bestimmt jedem Grinch ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Bei einem Punschstand genossen wir köstlichen Fruchtpunsch und spazierten zum Nikolaus-Markt, der an diesem Wochenende stattfand weiter. Auch hier gab es typisch triestinische Leckereien, wie Schwein und Grillgemüse im Panini und Mandelkugeln mit Nougat. Auch Olaf – der Schneemann aus dem Disneyfilm „die Eiskönigin“ war da! Das bereitete uns nochmal eine extra Portion Spaß! 

Am nächsten Vormittag ging es gemütlich nach einem ausgiebigen Frühstück mit Bacon-Egg-Muffins, Prosciutto und Apfelkuchen wieder retour. Aber das reichte uns noch nicht, wir wollten mehr sehen! Und da das Wetter sehr einladend warm war, dass wir sogar unsere Fleecejacken an Deck in der Sonne auszogen, beschlossen wir, noch in Portoroz am Weihnachtsmark vorbei zu schauen. Direkt vor dem Kempinski-Hotel gibt es einige Stände und auch hier war die Einkaufsstraße weihnachtlich geschmückt. Piran lag auch am Weg zurück nach Izola, also machten wir auch dort noch einen Zwischenstopp und spazierten in die Altstadt hinein. Am Tartiniplatz leuchtete zwischen den Adventlichtern eine Geige hell auf – so ehren die Einheimischen den hier geborenen Virtuosen Guiseppe Tartini. Schön… und stimmig. Kein Kitsch und kein Ramsch, sondern einfach eine wunderbare Atmosphäre hier am Meer. So schnell vergeht ein Wochenende mit einigen Highlights und wir lassen es mit einem Abendessen in Izola ausklingen. Da dürfen natürlich Calamari nicht fehlen – immerhin ist ja nun auch dafür hier Saison! 

Noch einmal zusammen Frühstücken und schon verabschieden wir unsere lieben Gäste wieder, die sich nun auf einige Tage in den Bergen als Pendant zum Segeln freuen, die Ski natürlich auch gleich im Gepäck… 

 

Das Team

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Olaf Weiß

meerflair Gründer
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Doris Schmid

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